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Reisebericht: Auf dem „Robert Trent Jones Golftrail“ durch Alabama

Eine ganz außergewöhnliche Golfreise ins ursprüngliche Amerika


Mitte April verlassen wir das regnerische, kühle Deutschland und fliegen nonstop von Frankfurt nach Atlanta. Wir haben nur 2 Wochen Zeit und so planen wir zunächst die Golfdestinationen im nördlichen Teil Alabamas: Huntsville, Florence/Muscle Shoals und Birmingham. Die erste Übernachtung erfolgt in der Nähe von Atlanta.

Am nächsten Tag geht es bei 25 Grad in schönstem Sonnenschein mit einem Zwischenstopp in Chattanooga (Mittagessen mit Blick auf den Choo Choo Train) zu unserem Hotel in Huntsville. Wir befinden uns in einer wunderschönen Landschaft mit weit ausgedehnten Mischwäldern, ruhigen, großen Seen und breiten Flüssen in den südlichen Ausläufern der Appalachen.


Unser erster Golfplatz auf dem R.T. Jones Golftrail ist der Highland Course von Hampton Cove, ein Platz im Stile eines schottischen Links Courses. Auffallend ist die herzliche Freundlichkeit des Personals. Allerdings haben wir etwas Probleme, den ausgeprägten Südstaatendialekt zu verstehen. Der Platz ist anspruchsvoll, aber gut zu spielen, und die schnellen Grüns stellen uns vor einige Herausforderungen. Wohltuend ist die Ruhe auf dem Platz. Die meisten Bahnen liegen mitten im schönen grünen Wald, ohne Häuser oder Straßen.

Am Abend machen wir uns auf die Suche nach dem Stadtzentrum von Huntsville. Überrascht stellen wir fest, dass sich dieses über genau einen Block erstreckt. Nichts ist hier von der Hektik einer großen Stadt zu spüren. Kaum Verkehr auf den Straßen, keine gewaltigen Hochhäuser. Dafür wunderschöne alte Plantagenhäuser in den Historic Districts „Twickenham, Old Town und Five Points“. Alles ist super sauber und gepflegt. In einer gemütlichen Bierkneipe lassen wir den Tag bei einem guten und nicht teuren Essen ausklingen.

Der nächste Platz ist „Cherokee Ridge“, weitgehend ein Privatplatz, den unsere Agentur für uns buchen kann. Heute ist das Spiel um einiges schwieriger, hügelig und mit viel Wasser. Die Landschaft ist traumhaft schön. Die Fairways werden begrenzt durch Seen, die in Kanada sein könnten: blühenden Büsche, Bäume und vereinzelte Häuser spiegeln sich darin. An einer Bahn begleitet uns das Rauschen eines Wasserfalles. Wir haben das Gefühl, alleine inmitten der Natur zu sein. Die ebenfalls spielenden Clubmitglieder halten Abstand und genießen offensichtlich das ruhige Spiel.

Noch einmal geht es nach Hampton Cove. Diesmal spielen wir den River Course. Wie der Name schon sagt, gibt es fast an allen Bahnen Wasserhindernisse. Zusätzlich sorgen zahlreiche erhöhte Grüns für Spannung und heute kostet es ein paar Bälle. Auf dem Heimweg machen wir einen Stopp bei „Dicks Sporting Goods“ und sorgen für Nachschub. Auch diesen gelungenen Golftag lassen wir bei einem gemütlichen Abendessen, diesmal beim Italiener in der Nähe unseres Hotels, ausklingen.

Wir ziehen um und fahren in knapp 2 Stunden nach Florence. Unser Hotel ist das „Marriott Muscle Shoals“ direkt am Ufer des breiten Tennessee Rivers. Auch hier werden wir herzlich empfangen und fühlen uns auf Anhieb wohl. Es gibt einen ansprechenden Spa-Bereich, eine schöne Poolanlage sowie 2 Restaurants und eine Bar mit Live-Musik am Abend. Wunderbar ist das ansprechende Frühstücksbuffet mit frischem Obst, selbstgekochter Marmelade und frisch gebratenen Omeletts.

An den nächsten beiden Tagen spielen wir The Shoals „Schoolmaster“ und „Fighting Joe“. Beide Plätze sind in hervorragendem Zustand und sehr anspruchsvoll. Auf der 18 des Fighting Joe und von der Terrasse des Clubhauses blickt man auf den Wilson Lake und Tennessee River.

Die letzte Station unserer Reise ist Birmingham, eine Stadt mit etwa 200tsnd Einwohnern und die größte Stadt in Alabama. Sie liegt in einem weiten Talkessel, umrahmt von bewaldeten Hügeln. Unser Hotel ist das Embassy Suites Hotel im Stadtteil Hoover. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Galleria Mall mit zahlreichen guten Restaurants für den Abend. Nach einem Stopp im PGA Superstore beziehen wir unsere Zimmer, alles Suiten mit je 2 Zimmern. Jeden Abend gibt es eine „Manager Reception“ mit freien Drinks und jeden Morgen ein Frühstücksbuffet mit Omelett Station.

Der nächste Platz von R.T. Jones stellt uns vor eine echte Herausforderung: Oxmor Valley, „The Ridge Course.“ Kein Fairway ist gerade. Gewaltige Höhenunterschiede auf engen, von dichtem Wald begrenzten Fairways sind zu bewältigen und von den erhöhten Grüns laufen die Bälle schnell wieder herunter, wenn sie nicht perfekt platziert sind. Aber auch hier genießen wir das ungestörte Spiel mitten im Wald.

Die nächsten beiden Plätze sind nicht von R.T. Jones und, obwohl auch nicht leicht zu spielen, doch eine Erholung gegenüber dem letzten Tag. Wir spielen „Limestone Springs“ und „Farmlinks“. Beide Plätze sind auch etwas hügelig mit viel Wasser und mit teilweise erhöhten Abschlägen. Sie sind anspruchsvoll, aber gut zu spielen und machen einfach Spaß. Man hört kein Auto und kein Flugzeug, nur das Zwitschern der Vögel. Ebenfalls spielende Mitglieder sind kaum zu sehen. Wieder auffallend ist die herzliche Freundlichkeit. Auf Farmlinks werden wir sogar einzeln mit Handschlag begrüßt. Erfreuliche Ergebnisse und einige Birdies sind zu vermelden.

Ein „Kracher“ zum Abschluss der Reise ist „Ross Bridge“. Er gehört zu den Kronjuwelen des R.T. Jones Golftrails. Mit unglaublichen 7.300m Länge von den hinteren Tees ist er der viertlängste Golfplatz der Welt. Auch von den vorderen Tees hat er noch eine beachtliche Länge. Der Platz gehört zum Ross Bridge Renaissance Hotel, das wie ein Schloss aussieht und von den meisten Bahnen zu sehen ist. Wir sind alle restlos begeistert von der Schönheit dieses Platzes. Eine Mühle und Wasserfälle zieren die Bahnen. Es gibt zahlreiche Wasserhindernisse, alten Baumbestand und blühende Magnolienbäume. Der Bunkersand ist fast weiß, so dass man die Bälle darin kaum sehen kann.

Mit einem guten Steak bei J.Alexanders lassen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Tag fahren wir in 2 ½ Stunden zum Flughafen in Atlanta und fliegen nonstop mit Lufthansa nach Frankfurt.

Unser Fazit der Reise: wir haben viel mehr bekommen, als wir erwartet hatten. Der Norden von Alabama ist landschaftlich wunderschön. Das Wetter (2. Hälfte April) war traumhaft, 25 Grand und sonnig. Die Menschen sind unglaublich freundlich, herzlich, hilfsbereit. Alle Golfplätze waren in hervorragendem Zustand, anspruchsvoll und landschaftlich bezaubernd. Eines ist sicher – wir kommen wieder. Im nächsten Jahr steht der südliche Teil des Robert Trend Jones Golftrails auf dem Programm.

Brigitte Junker und Horst Feller

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